Pressemitteilungen Juni 2016

Handwerk hat familiären Boden

Hessenstiftung lud zum Auftakt des Hessischen Vätertags ins Haus des Hessischen Handwerks ein

Wiesbaden. Sind die Backstube, die Metallwerkstatt, die Mühle, die Schreinerei, der Frisörsalon Orte, an denen Kinder sich tummeln? Wie weit geht Familienfreundlichkeit im Handwerk? Die hessenstiftung – familie hat zukunft, der es um ein familienfreundliches Hessen und die Zukunft der hessischen Kinder geht, hat die Auftaktveranstaltung zum diesjährigen Hessischen Vätertag in das Haus des Hessischen Handwerks gelegt. Aus gutem Grund: das Handwerk hat nicht nur goldenen Boden, sondern steht meist fest auf familiärem Fundament. Handwerker kümmern sich als Väter um ihre Kinder und zeigen ihnen etwas von der eigenen Arbeit. Das wurde bereits in den Grußworten deutlich.

So eröffnete der Präsident des Hessischen Handwerkstages, Bernd Ehinger: „Es passt, dass zum Hessischen Vätertag erstmals auch Handwerksbetriebe angesprochen wurden. Der Tag ist eine hervorragende Möglichkeit, nicht nur für die moderne Vaterschaft und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu werben, sondern auch deutlich zu zeigen, wie viel ‚Familie‘ im Handwerk beheimatet ist. Handwerksbetriebe sind oft Familienbetriebe, Familien- und Väterfreundlichkeit ist längst ein Wettbewerbsvorteil bei der Fachkräftesicherung geworden.“

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Bernd Ehinger, Präsident des Hessischen Handwerktages



Der Beiratsvorsitzende der Hessenstiftung, der hessische Familienminister, Stefan Grüttner, betonte: „Wenn der Funke vom Handwerksvater überspringt, dann gelingt in solchen väter- und familienfreundlichen Unternehmen auch die Nachfolge besser. Meine tiefe Überzeugung ist, dass gute Vorbilder durch nichts zu ersetzen sind und heute ist ein guter Tag, um hierfür bei den Vätern zu werben: seien Sie Ihren Kindern gute Vorbilder, dann finden sie ihren Weg im Leben.“

Dass Vaterschaft und Meisterschaft zusammenhängen, weil es um die generationsübergreifende Begeisterung und Leidenschaft geht, zeigte Johannes Rahe in seinem Vortrag. Der Unternehmer und Stifter aus Osnabrück war eingeladen, seine seit drei Jahren laufende „Generationenwerkstatt“ darzustellen, in der sog. Unruheständler und Jugendliche motivierend an der Werkbank zusammengebracht werden.

In einer Diskussionsrunde mit betrieblichen Beispielen erläuterte Stefan Simon, wie flexibel er auf die familiären Belange seiner Beschäftigten eingeht und gerade so Väter an die Bäckerei Simon in Waldbrunn-Ellar binden kann. Für den Metallbau Huhle in Wiesbaden konnte Günter Huhle die generationenübergreifende Betriebsführung in der Familie herausstellen. Die von Huhle ausgegangene Unternehmensinitiative Windelgeld spiegelt den Geist der Förderung von jungen Familien im Betrieb. Georg Englert war der letzte Müller der Stiftsmühle in Taunusstein. Im Vorfeld des Vätertags hatte er das Industriedenkmal als „Generationenmühle“ geöffnet.

Hintergrund: Der 19. Juni ist Termin des internationalen Vätertags. In Hessen bündelt an diesem Tag die hessenstiftung – familie hat zukunft seit vier Jahren Aktionen zum sog. „Hessischen Vätertag“, mit dem sie auf die Bedeutung von Vaterschaft für Familie und Gesellschaft hinweist. Aktionsideen von zehn Organisationen werden mit insgesamt 5.000,- Euro unterstützt. In diesem Jahr hat die Stiftung erstmals auch Handwerksbetriebe zur Teilnahme aufgefordert.

Die Veranstaltung wird unterstützt vom Hessischen Handwerkstag, von der Firma Metallbau Huhle und von IKK classic.
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